Cowork, Coworking
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Cowork2022 in Erfurt

Wir waren dabei – jawoll – live und in Farbe (gelb)

Eigentlich war es wie immer – wäre da nicht die lange Phase der Pandemie dazwischen gewesen, die jede persönliche Begegnung zunichte machte. Deshalb war mein Highlight in diesem Jahr: Menschen erleben – sich in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten zu bewegen, Austausch und Networking. Und für alle, die noch nie in Erfurt waren: Leute, ihr habt etwas verpasst!

Und hier der Bericht dazu:

Es begab sich zu der Zeit, als der Raps die Felder mit seinem goldgelben Glanz überflutete, dass ein Team aus Stuttgart sich auf den Weg nach Erfurt machte.

Dieses Mal reisten wir nicht gemeinsam an. Dafür wohnten wir in Erfurt in demselben Hotel. Auch dort war es wieder gelb – kontrastiert von lila.

Vor Ort im Krämerloft in Erfurt angekommen, wurden wir auch freudig begrüßt. Wir bekamen den obligatorischen Du-bist-dabei-Anhänger überreicht – und schwupps fanden wir uns auf einer Stadtführung wieder.

Die vorgesehene Zeit von gerade mal einer Stunde reichte kaum aus, um alle Attraktionen der Stadt gebührend zu bewundern. Wir bekamen aber noch eine Menge Tipps mit auf den Weg, welche Orte – außer der Krämerbrücke, dem Fischmarkt etc. – noch besuchenswert sind. Vielen Dank an den großartigen Stadtführer Stephan, der uns die Sehenswürdigkeiten und die Stadt in aller Lebendigkeit nahebrachte!

Den Abend ließen wir in der Krämerloft auf der Terrasse ausklingen, die, wie alles in der Krämerloft, von Nicole Sennewald und ihrem Team in Eigenarbeit bis ins Detail liebevoll gestaltet worden war.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des obligatorischen Barcamps. Diese Veranstaltung fand im TheX statt, dem Thüringer Zentrum für Existenzgründungen und Unternehmertum.

Es wurden einmal wieder so viele verschiedenen Sessions angeboten, dass die Wahl sehr schwerfiel. Am liebsten hätte ich alle besucht.

Als Community-Managerin nutzte ich die Gelegenheit, mich umfassend zu den Themen Community, Wertearbeit und Social-Media auszutauschen.

Die Mittagszeit, in der wir natürlich reichlich zu essen bekamen, nutzte Carsten Foertsch von Deskmag um uns mit Daten, Zahlen und Fakten zur Coworking-Situation aus aller Welt zu auf dem Laufenden zu halten. Erstaunlich fand ich persönlich die Unterschiede der Auswirkungen der Coronakrise in den verschiedenen Kontinenten und Ländern. Wer sich genauer informieren will, kann sich die Ergebnisse der Umfragen auch auf seiner Webseite abrufen.

Nach dem Nachmittag, voll mit inspirierenden Barcamp-Sessions wurde es spannend: Am Abend fand wieder das beliebte Coworking-Quiz statt. Mitten in der Erfurter Altstadt, im NERLY ,machten wir es uns gemütlich und aßen und tranken uns fit für die schwierigen Fragen, die von Alexandra Bernhardt moderiert wurden. Nach einem sehr knappen Kopf an Kopf-Rennen mit unserer Konkurrenz, der Mannschaft „Schicke Mitte“, wurden wir unserem Namen „Cowkings“ gerecht und gewannen die „goldene Kuh“, die jetzt in Bayern am Ammersee ein lustiges Leben führt – und sogar einen eigenen Instagram-Account bekommen hat ;-). Hans-Peter Sander vom Ammersee-Denkerhaus hat dazu auch einen tollen Artikel geschrieben.

Am letzten Tag der COWORK2022 kamen wir noch in den Genuss uns per Workshop intensiver mit einzelnen Themen beschäftigen zu können. Ich selbst besuchte den Community-Workshop, der unter freiem Himmel bei schönstem Wetter stattfand. Dina und Alexa von der German Coworking Federation haben uns wertvolle Tipps und Anregungen zum Thema Community-Building gegeben.

Die Abschiedsrunde wurde mit Spannung erwartet. Es ist Tradition am letzten Tag zu verkünden, wer die nächste COWORK2023 veranstaltet. Und siehe da, im nächsten Jahr trifft sich die Coworking-Community in Solingen und Wuppertal. Wir vom Coworking0711 sind sicherlich wieder dabei.

Ich bedanke mich, auch im Namen meiner Kolleg:innen, für das tolle Miteinander.

Gefühlt war diese COWORK2022 das Tor zurück in die Normalität.

Gemeinsam haben sehr viel Wissen erarbeitet, unsere Erfahrungen ausgetauscht und hatten einfach eine gute Zeit.

Meine Learnings auf der Cowork2022

Mir selbst ist bewusst geworden, dass es für die Aufgabe des Community-Management keine klare Definition gibt. Wie ein Space „gemanaged“ wird, hängt auch davon ab, welche Strukturen vorhanden sind. Es gibt Coworking-Spaces, die sich weitestgehend selbst verwalten. Dort pflegen die Coworker:innen aktiv ihre Gemeinschaft. Andere Spaces sind mehr damit beschäftigt, ihre Standorte zu bedienen, was teilweise auch eine logistische Herausforderung ist. Dies ist jedoch eher der Fall in größeren Städten.

Auf dem Land sind ganz andere Schwerpunkte wichtig. Dort geht es um andere Themen:

Wie schaffe ich es, die gegebene Infrastruktur in meinen Space zu integrieren? – Oder auch umgekehrt: Wie kann mein Space Teil des bereits vorhandenen Umfelds werden?

Coworking in ländlichen Gebieten ist immer mehr im Kommen. Eine spannende Sache. Für alle, die sich für dieses Thema interessieren, gibt eine Webseite auf der ihr mehr erfahrt: https://coworkland.de

Bedanken tue ich mich ganz herzlich, bei den Veranstaltern, den Sponsoren – und natürlich den Menschen, ohne die diese Veranstaltung nur eine leere Hülle gewesen wäre. Allen voran bei Nicole Sennewald und ihrem Team von der Krämerloft in Erfurt und natürlich auch bei der German Coworking Federation.

Oh ja, – und „gelb“ passt immer noch 😉

2 Kommentare

  1. Jingjing sagt

    Danke für den sehr interessanten Blogbeitrag! Ich glaube, jede(r) in der Coworking Community wird von diesem Artikel profitieren. Wie könnte man das noch weiter verteilen? Das frage ich mich…

  2. Pingback: Endlich wieder Angrillen | Coworking0711 Blog

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