Coworking
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Cowork2018 in Bremen

…was wir so alles mitgenommen haben…, also außer Bier, leckerem Essen und tollen Kontakten zu Menschen und Coworkern.

Zunächst Danke! Wieder einmal wirkt die Cowork2018 nach – in jeder Weise.
Und da wir jetzt von unseren Coworkern gefragt werden, was da so ging, hier noch einmal meine völlig un-neutralen Eindrücke:
Passend zu der Anzahl der Bremer Stadtmusikanten, sind wir vom Coworking0711 in Stuttgart auch zu viert in den hohen Norden gefahren: Harald, Jingjing, Anna und ich (Frauke). Allerdings ließen wir offen, wer welches Tier darzustellen hat. Auf alle Fälle hatten wir aber tierisch viel Spaß!

Eine Premiere:
Mit dem Locomore ging es von Stuttgart nach Hannover und von dort aus mit dem Flixbus nach Bremen. Schneller als die Deutsche Bahn, wie wir im Nachhinein feststellten. Wer hätte das gedacht? 😉

Der erste Tag:
Direkt nach der Ankunft haben wir vom Coworking0711 lecker anatolisch gegessen – mit Ausblick auf die Weser-Ausläufer. Dort schwammen noch Eisschollen mit Enten drauf. Es war ziemlich kalt.

Wir checkten noch im Hotel ein und machten uns auf zum Treffen am Veranstaltungsort – dem KWADRAT Bremen. Dort gab es die Begrüßung und Keynotes von den Veranstaltern und der Hansestadt Bremen. Im weiteren Verlauf wurden die neuesten Trends und Prognosen wurden von Carsten Foertsch von deskmag bekannt gegeben. Anschließend gab es einen Impulsmarkt zu den Themen:

Der weitere Abend stand dann im Zeichen von Kennenlernen: Bekannte und Freunde begrüßen – und natürlich – dazu waren wir ja dort – sich über Coworking zu auszutauschen. Ehrlich gesagt waren wir, die Stuttgarter, nach der langen Reise dann auch ziemlich müde.

Der zweite Tag:
Dieser Tag stand ganz im Zeichen des Barcamps – und es war wärmer. Nach der Begrüßung folgte die traditionelle Vorstellungsrunde in Hashtags. Häufigster Hashtag war #Kaffee .

Mit meiner Coworking-Kollegin Anna hielt ich dann auch ganz spontan eine Session über Commerce vs. Community. Meine erste Barcamp-Session! ☺
Es ging darum die Frage zu klären, in wie weit wir, als Community-Verantwortliche, es zulassen, dass Coworker im Namen der Community ihre Produkte an andere Coworker vertreiben. Unsere Zwickmühle: Natürlich steht Coworking nach unserer Auffassung dafür, Start-Ups und Gründer zu unterstützen. Auf der anderen Seite macht es nicht viel Sinn, die Community als Zielgruppe für Produkte zu benutzen.
Der Austausch darüber mit anderen Coworking-Betreibern und Coworkern war gut und nützlich. Ich bedanke mich bei allen TeilnehmerInnen der Session, die uns gute neue Impulse gaben und mit Ihren Erfahrungen in diesem Bereich viel Klarheit geschaffen haben.

Im Anschluss besuchte ich noch Sessions zu den Themen: Coworking Media, #100CoworkingSpacesDE, Best Practice Online vs. Offline Marketing und Social Media. Jingjing hielt eine Session zur Coworking Academy und dem Thema Innovation & Co-Creation im Coworking Space.

Das Highlight des Abends war dann auch noch das Coworking-Quiz, bei dem meine Mannschaft, die „Hintergedanken“, leider nicht gewonnen hat ☹ – Dafür aber die Mannschaft „Durchblick“, in der Harald und Jingjing waren.. Herzlichen Glückwunsch!

Der dritte Tag:
Lange konnten wir vom Coworking0711 nicht bleiben, weil wir nämlich wieder eine lange Fahrt in den Süden vor uns hatten. Dennoch ließen wir es uns nicht nehmen, im Eiltempo durch Bremen zu sausen, um wenigstens das obligatorische Touri-Foto mit Stadtmusikanten in das Smartphone zu bekommen.
Es reichte aber noch für die Panel-Diskussion zum Thema: Kreativwirtschaft meets Wirtschaft – gemeinsam für eine Cooperative Economy und den Abschluss-Impuls ‚Coworking is dead‘ – lang lebe Coworking mit Chris Cordes und Tobias Kremkau.
Zum Mittagessen reichte die Zeit noch. Dann ging es wieder zurück in den Feinstaub-Kessel.

Persönliche Zusammenfassung:

Coworking ist wirklich dead –
Das muss nämlich so sein, da es sich gerade neu positioniert.
Coworking-Spaces definieren sich selbst – und geben Antworten. Vor allem den Großunternehmen, und Immobilien-Firmen, die sich den Namen Coworking anziehen wollen, aber nicht wissen, was Coworken eigentlich ist. Dieser Findungsprozess ist meiner Meinung nach wichtig und sinnvoll.
Wir befinden uns mitten in der Digitalisierung. Unternehmen suchen händeringend nach Kreativen und neuen Arbeitsformen. Stichwort #newWork

Wir haben das alles.

Jedoch sind es die Menschen – die Coworking-Community – die alle diese Dinge voran treiben. Ein Großraumbüro mit Tischkicker und coolen Tools macht noch lange keinen Coworking-Space aus. Auch dann nicht, wenn Coworking dran steht. Dazu braucht es Menschen und Werte. Am besten Menschen mit Werten.
Ein neues Selbstbewusstsein entsteht: Coworking-Spaces auf dem Land, Kooperationen mit Unternehmen.
Inklusion und Nachhaltigkeit sind wichtige Themen. Coworking ist offen für alle. Aber die Werte der Coworker kann man nicht kaufen – die müssen gelebt werden.

Die nächste Coworking-Konferenz mit Barcamp findet nächstes Jahr in Mannheim statt.
Ich selbst interessiere mich sehr für die Themen Kreativität in Unternehmen, Digitalisierung und Gesellschaft – und natürlich Community-Building.

Ich danke allen Beteiligten, dem Vorbereitungsteam, Weserwork ,den TeilnehmerInnen und der German Coworking Federation für die tollen Impulse und eine gute Zeit.

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  1. Pingback: Coworking - Kollaboration gibt's nur durch gemeinsame Ziele | FlowWork.Rocks!

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